Klangjournal

Meine neowake Erfahrungen bei Redeangst und Nervosität in Online-Meetings

2026.08.27
Meine neowake Erfahrungen bei Redeangst und Nervosität in Online-Meetings – Kopfhörer griffbereit auf dem Schreibtisch im Homeoffice

Was unterscheidet einen Kollegen, der locker durch eine Präsentation spricht, eigentlich von jemandem, dem schon beim Gedanken an den nächsten Teams-Call die Hände feucht werden? Diese Frage hat mich dazu gebracht, binaurale Beats und Subliminals zu testen, um meine eigene Redeangst im Homeoffice zu überwinden – neowake war dabei mein erster Stopp.

Kurzer Fakten-Check, bevor es weitergeht: Dieser Text enthält Affiliate-Links, über die ich eine Provision bekomme, wenn du darüber kaufst – der Preis für dich bleibt gleich. Ich bin Sachbearbeiter, kein Arzt und kein Therapeut, nur jemand, der seine eigenen Ohren als Testlabor benutzt. Was folgt, sind persönliche Beobachtungen, keine Diagnose. Wenn Ängste dich im Alltag wirklich einschränken, ist ein Gespräch mit einer Fachperson der bessere erste Schritt als jeder Kopfhörer.

Drei Kopfhörer, eine Redeangst: der Ausgangspunkt

Seit ich komplett von zuhause arbeite, ist mein Alltag ruhiger geworden – weniger Pendeln, mehr Kaffee aus der eigenen Maschine. Nur die Redeangst in Calls ist geblieben, eher schlimmer geworden sogar, weil kein Kollege mehr kurz vorbeischaut und ablenkt. Ein YouTube-Video über binaurale Beats hat mich dann in ein ziemlich tiefes Rabbit-Hole gezogen, Esoterik-Alarm ging bei mir sofort an, aber ich war neugierig genug, es trotzdem auszuprobieren.

Mittlerweile hängen drei verschiedene Kopfhörer-Modelle an Haken neben meinem Schreibtisch im Hinterhofzimmer, weil in irgendeinem Forum stand, dass die Qualität des Kopfhörers einen Unterschied macht (wie viel davon reine Signalqualität ist und wie viel besseres Handling, hab ich in einem eigenen Test genauer auseinandergenommen). Das alte Parkett knarzt bei jedem Schritt dorthin, was ich inzwischen fast als Signal wahrnehme: gleich wird gehört, nicht gearbeitet.

Zuzanna, meine Freundin, klopft manchmal an, sieht mich mit geschlossenen Augen und übergroßen Kopfhörern vor einer Excel-Tabelle sitzen und sagt nur so etwas wie: Genug jetzt, raus aus der Kopfhörer-Blase. Vermutlich hat sie recht damit.

Nahaufnahme von Händen, die große Over-Ear-Kopfhörer für eine Session mit binauralen Beats justieren.

Was passiert eigentlich in so einer neowake-Session mit binauralen Beats vor dem Call?

Der Einstieg war das kostenlose Album von neowake, aufgebaut auf einem Prinzip, das ich an anderer Stelle unter Brainwave Entrainment genauer aufgedröselt habe. Mich hat vor allem interessiert, ob sich das im Alltag überhaupt bemerkbar macht – nicht, wie es im Detail technisch funktioniert.

Nach einer Weile mit täglicher Nutzung ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass das übliche Engegefühl in der Brust ausblieb, während ich in einem Call auf meinen Einsatz wartete. Kein Schalter, der umgelegt wird, eher wie ein Update, das im Hintergrund läuft und danach ein paar Fehlermeldungen weniger anzeigt. Was folgte, war ein leichtes Kribbeln im Nacken und ein spürbar ruhigerer Puls, ohne dass ich groß darüber nachgedacht hätte, warum.

Die Routine, die vor Online-Meetings wirklich hilft

Inzwischen läuft eine feste Routine: Kopfhörer auf, ungefähr 20 Minuten bevor der Call losgeht, eine Fokus-Session statt einer Tiefenentspannung, und nebenbei Excel-Tabellen sortieren, damit die Hände was zu tun haben. Wichtiger als die Frequenz selbst scheint das Timing zu sein – zu spät angefangen, und der Effekt verpufft irgendwo zwischen Login-Bildschirm und Warteraum.

Auch die Lautstärke spielt eine Rolle, dazu hab ich anderswo ein eigenes Protokoll geschrieben; hier nur so viel: leiser als gedacht reicht meistens völlig aus. Ob die Datei als MP3 oder in besserer Qualität vorliegt, hat bei mir subjektiv weniger ausgemacht, als ich erwartet hätte, wobei ich das nie mit Messgeräten geprüft habe, nur mit dem eigenen Ohr. Der Lüfter vom Laptop brummt dabei leise durch, egal wie sehr ich das Rollo herunterlasse, und genau das kriegt mein Kopf offenbar schneller mit als der eigentliche Redebeitrag im Call.

Die richtige Kategorie wählen statt wahllos draufloshören

Ich hab eine leichte ADHS-Tendenz, mein Kopf will eigentlich immer Reize haben, sonst schweift er ab. Klassische Meditationsmusik macht mich eher aggressiv, weil mir da zu wenig passiert. Bei binauralen Beats gibt es einen Haken: Für neurodivergente Köpfe kann genau die Reizmenge, die andere beruhigt, ins Gegenteil kippen. Das ist mir mit neowake anfangs öfter passiert, wenn ich eine Session zur tiefen Entspannung anwarf, während ich eigentlich versuchte, mich auf eine komplizierte Police zu konzentrieren – im Kopf gab es dann einen Kurzschluss, und ich wurde hibbelig statt ruhig.

Die Lehre daraus war simpel: Die Kategorie muss zur Phase passen. Für Meetings brauche ich keine Tiefenentspannung (davon würde ich nur lallen), sondern etwas, das die Angst-Spitzen kappt, ohne mich müde zu machen. Mögliche Nebenwirkungen wie dieses Kurzschluss-Gefühl oder gelegentliche Kopfschmerzen nach zu langen Sessions hab ich andernorts ausführlicher aufgeschrieben, falls dich das im Detail interessiert. Wer lieber erstmal etwas Sanfteres testen will, kann bei Subliminals experimentieren anfangen – eine Bekannte aus einem Subliminal-Forum auf Reddit, Davorka, protokolliert ihre Sessions dafür sogar handschriftlich in einem Heft; bei mir reicht meistens ein grobes Bauchgefühl direkt danach.

Smartphone mit einer neowake-App und Frequenz-Session auf einem Holztisch neben einer Kaffeetasse.

Wo neowake an seine Grenzen stößt – und was gar nicht funktioniert hat

Nicht alles hat gleich gut funktioniert. Bevor ich bei neowake gelandet bin, hatte ich eine Weile lang Headspace ausprobiert – vier Wochen lang jeden Tag, ohne dass sich irgendwas spürbar verändert hätte. Vielleicht lag es an der Kategorie, vielleicht an mir, aber irgendwann hab ich es einfach gelassen, weil investierte Zeit ohne wahrnehmbaren Unterschied auf Dauer keinen Sinn macht.

Zweite Erkenntnis: Frequenzen sind kein Ohrenstöpsel-Ersatz. Wenn draußen richtig Baulärm ist, merkt man das trotzdem im Call, so gut die Session auch produziert ist. In solchen Momenten helfen eher Silent Subliminals weiter, weil sie das Gehirn nicht zusätzlich mit hörbarem Audio belasten, wenn es sowieso schon laut ist von draußen. Wo genau diese Frequenz-Wirkung ihre Grenzen hat, hab ich an anderer Stelle ausführlicher aufgeschrieben, falls dich das interessiert.

DMH Beats, neowake und Rife Frequenzen: was ich parallel nutze

Neben neowake hab ich DMH Beats parallel getestet, weil mich die schiere Menge an über 400 Subliminal-Audios in verschiedenen Kategorien gereizt hat. Während neowake eher auf die allgemeine Stimmung zielt, geht DMH Beats spezifischer auf einzelne Themen ein – wenn ich weiß, dass ich vor einer Gruppe reden muss, nehme ich dort gezielt ein Programm zu Selbstbewusstsein statt irgendwas Allgemeines.

Wer es technischer mag, kann sich auch das Rife Frequenzen Paket anschauen, das mit 726 verschiedenen Frequenzen kommt – eher etwas für Leute, die jedes Detail selbst zusammenstellen wollen, als für den schnellen Griff kurz vor einem Call. Mit Stimmungsfrequenzen wie den bekannten Solfeggio-Tönen hab ich dagegen kaum gearbeitet, das ist eher ein eigenes Thema. Genauso wenig hab ich mich tiefer mit Schlaf-Frequenzen beschäftigt, andere Tageszeit, anderes Ziel, dazu läuft anderswo ein eigenes Hörprotokoll von mir.

Bei der letzten Präsentation ist mir hinterher aufgefallen, dass der Spickzettel neben der Tastatur die ganze Zeit unberührt liegen geblieben war – ich hatte einfach geredet, ohne draufzuschauen. Ob das an der Session vorher lag, an Übung generell oder einfach am Thema, das ich gut kannte, kann ich nicht sauber trennen. Genau diese Frage, wie viel Placebo, wie viel Erwartungseffekt, wie viel echte Wirkung, hab ich in einem eigenen Selbstversuch als Skeptiker versucht auseinanderzuklamüsern, ohne mir am Ende selbst etwas vorzumachen.

Falls dich interessiert, was ich sonst noch getestet hab: Dopamin Subliminals im Homeoffice waren bei Motivationslöchern überraschend brauchbar. Und wer nach einem soliden Allrounder sucht, ist bei DMH Beats wegen der breiten Themenauswahl vermutlich am besten aufgehoben.

Kopfhörer liegen auf einem Stapel aus Geschäftsdokumenten und Excel-Tabellen – Vorbereitung auf ein Online-Meeting trotz Redeangst.

Meine Faustregel für den Einsatz vor Calls

Meine Faustregel mittlerweile: Ist die Nervosität hauptsächlich im Kopf – Erwartungsangst, Grübeln vor dem Call, dieses vage Gefühl, gleich bloßgestellt zu werden – dann bringt eine kurze Fokus-Session vorher spürbar etwas. Ist der Stress von außen verursacht – Baulärm, ein Kollege, der fünf Minuten vor knapp noch die Agenda ändert, ein Internet, das gerade hakt – dann hilft keine Frequenz der Welt, und dann lass ich die Kopfhörer auch einfach liegen.

Ein Wundermittel ist das alles nicht. Aber ein Werkzeug, das den Druck vor dem eigentlichen Reden schon mal ein Stück rausnimmt, ist es für mich geworden. Wenn dir vor jedem Teams-Call die Hände schwitzen, ist das vielleicht einen Versuch wert – nur eben mit realistischen Erwartungen und nicht als Ersatz für professionelle Hilfe, falls es bei dir über gelegentliche Nervosität hinausgeht.