Die Chipstüte liegt schon offen neben der Tastatur, aber sie bleibt zu, stattdessen habe ich beide Ohren mit den Studio-Kopfhörern zugestöpselt und höre mir eine neowake-Session an, die angeblich meinen Stoffwechsel wie ein Software-Update neu programmieren soll. Kurz die Antwort vorweg, für alle, die nach der Kurzversion meines Subliminals-Tests suchen: Abgenommen habe ich davon nicht direkt ein Gramm, aber binaurale beats haben beim Abnehmen bei mir vor allem eins verändert: wie oft ich überhaupt erst zum Kühlschrank laufe. Diese Art Frequenz-Therapie wirkt nicht wie ein Fatburner, eher wie ein leiser Eingriff in die Langeweile-Schleife zwischen zwei Meetings (meine Freundin nennt das ganze Hobby liebevoll "Frequenz-Spleen", wahrscheinlich zu Recht).
Kurz vorweg noch der Pflichthinweis, bevor es weitergeht: Dieser Text enthält Affiliate-Links zu den Programmen, die ich getestet habe. Kaufst du darüber etwas, bekomme ich eine Provision — für dich ändert sich am Preis nichts. Verlinkt wird hier ausschließlich, was tatsächlich bei mir auf den Ohren war, nicht irgendwas aus einer Partner-Datenbank.
Kann neowake wirklich beim Abnehmen helfen?
Bevor ich überhaupt bei neowake gelandet bin, hatte ich mich schon durch einen Vergleich von neowake vs DMH Beats gelesen, weil beide Programme fürs Frequenz-Hacken werben und ich wissen wollte, welches sich eher fürs Abnehmen eignet.
Mittags gehe ich manchmal durch die Markthalle Neun in Kreuzberg, vorbei an frittiertem Streetfood und Bubble-Tea-Ständen, und genau dort merkt man am ehesten, ob eine Morgen-Session überhaupt etwas gebracht hat oder nicht.
Was technisch dahintersteckt, spare ich mir hier bewusst — das Prinzip von Binaurale Beats hab ich anderswo ausführlicher aufgedröselt, hier reicht die Kurzfassung: Mein Kopf bekommt über die Kopfhörer etwas zu tun, das sich anfühlt wie Noise-Cancelling für Heißhunger-Gedanken.
So läuft bei mir eine Session eigentlich ab
Eine Session bei mir ist selten mehr als ein langer Abend mit einem der drei Kopfhörer-Modelle, nur der Bildschirm wirft noch einen bläulichen Schimmer ins sonst dunkle Zimmer, während im Postfach Versicherungsakten auf Bearbeitung warten. Zwischen zwei Excel-Tabellen läuft dann zum Beispiel die "Metabolism Boost" Session von neowake, kaum hörbar, mehr ein Brummen im Hintergrund als ein echter Ton.
Gut gefällt mir an neowake vor allem die App selbst: clean, schnell, mit Session-Timer, richtig 2024. Trotzdem bleibt ein Rest Skepsis: Als Zahlen-Mensch bei der Versicherung falle ich nicht leicht auf hübsches Interface-Design rein, nur weil es hübsch ist.
Vorher hatte ich schon anderes probiert, das nichts mit Frequenzen zu tun hatte — eine Stretching-Routine kurz vor dem Schlafengehen, drei Wochen durchgehalten, dann im Alltagstrott einfach vergessen. Bei den Hör-Sessions ist die Hürde niedriger: Kopfhörer auf ist schneller erledigt als eine Dehnübung auf dem kalten Wohnzimmerboden.
Der Test, bei dem gar nichts passiert ist
Nicht jede Session zeigt eine Wirkung, ungefähr so wie nicht jede Podcast-Empfehlung eines Kollegen tatsächlich zieht, und das gehört zur ehrlichen Bilanz dazu. Eine der "Fettverbrennung im Schlaf" getauften Aufnahmen lief bei mir über mehrere Nächte im Hintergrund, ohne dass sich beim Aufwachen, beim Frühstück oder überhaupt irgendwo im Alltag etwas verändert hätte. Kein Unterschied beim Hungergefühl, keine veränderte Motivation, einfach nichts — ein glatter Nullversuch.
Woanders zeigte sich dagegen etwas, das ich nicht erwartet hatte. Neulich saß ich zwei Stunden an einer Excel-Tabelle für eine Risikoprüfung, ohne dass nebenbei ein einziger Browser-Tab mit Lieferdienst oder Süßware aufploppte — normalerweise mein Standardverhalten, sobald die Konzentration nachlässt. Kein Beweis, keine Studie, nur eine einzelne Beobachtung im ganz normalen Büroalltag.
In einer Discord-Gruppe für binaurale beats hatte mich vor kurzem jemand gefragt, ob so ein Abnehm-Subliminal wirklich hält, was die Verkaufsseite verspricht — Annika, die eher pragmatisch an solche Sachen rangeht, wollte handfeste Antworten, keine Wohlfühl-Anekdoten. Meine Antwort war ehrlich: Erwarte keine Wunder, aber rechne mit einer leisen Verschiebung bei Gewohnheiten, die sich sonst automatisch abspulen.
Abo oder Einmalzahlung: Welches Modell sich lohnt
Neben neowake habe ich in der gleichen Zeit auch DMH Beats laufen lassen, einfach weil die schiere Menge an Audios dort ein anderes Kaliber ist als bei neowake. Genutzt habe ich die Plattform inzwischen öfter für Konzentration im Homeoffice als fürs Abnehmen, aber die Grundmechanik bleibt bei beiden Anwendungen die gleiche.
Für alle, die wie ich lieber eine Tabelle als zehn Absätze Prosa wollen, hier der nüchterne Vergleich der drei Plattformen, die ich am längsten getestet habe:
| Feature | DMH Beats | neowake | Rife Frequenzen |
|---|---|---|---|
| Anzahl Audios | Über 400 | Hunderte (Stetig wachsend) | 726 Frequenzen |
| Modell | Abo | Abo / Gratis-Einstieg | Einmalzahlung |
| App-Qualität | Funktional, etwas altbacken | Sehr modern & schick | Keine App (MP3) |
| Fokus | Breites Spektrum Subliminals | Binaurale Beats & Biofeedback | Spezifische Rife-Frequenzen |
Als jemand, der beruflich mit Zahlen jongliert, ist mir schnell aufgefallen: Ein monatliches Abo wirkt zunächst harmlos, summiert sich übers Jahr aber auf einen Betrag, für den du dir auch ein ordentliches Paar Kopfhörer kaufen könntest. Wer stattdessen einmalig zahlt, etwa beim Rife Frequenzen Paket, hat wenigstens keine wiederkehrende Abbuchung — auch wenn die Aufmachung dort spürbar altmodischer wirkt als bei neowake.
Subliminals, Rife-Frequenzen und Binaurale Beats: Das Wichtigste zum Unterschied
Zur Abgrenzung, weil die Begriffe gerne durcheinandergeworfen werden: Was Subliminals von normalen Audiobotschaften unterscheidet, ist ein eigenes Thema, das ich an anderer Stelle im Detail durchgekaut habe. Rife-Frequenzen wiederum laufen technisch nach einem komplett anderen Prinzip als binaurale Beats — auch dazu gibt's von mir einen separaten, tieferen Artikel, hier tauchen sie nur als Vergleichszeile in der Tabelle oben auf.
Ob die Kopfhörer-Qualität dabei wirklich etwas ausmacht, hab ich an anderer Stelle ausführlich durchgetestet — deshalb liegen bei mir mittlerweile drei verschiedene Modelle am Schreibtisch, nicht aus Angeberei, sondern aus genau dieser Testerei heraus.
Meine Kollegin Mila aus der Versicherungsabteilung fragt inzwischen öfter nach, ob das auch beim Einschlafen funktioniert, weil sie selbst schlecht schläft — das ist aber nochmal ein eigenes Protokoll, das ich separat aufgeschrieben habe und hier nicht aufrolle.
Mein Fazit: Zwischen Placebo und brauchbarem Tool
Ein Wundermittel ist das alles nicht, so viel steht fest. Aber als mentale Unterstützung, die vielleicht nicht direkt den Grundumsatz verändert, wohl aber die Einstellung dazu, würde ich es nicht komplett abschreiben.
Im Alltag gebrauche ich inzwischen öfter DMH Beats, einfach weil die Auswahl an Audios dort größer ist und ich seltener zweimal die gleiche Session höre. Wenn du selbst reinhören willst: Der kostenlose Einstieg bei neowake reicht, um zu merken, ob dir das Format überhaupt liegt, bevor du in ein Abo oder eine Einmalzahlung investierst.
Wer nach dem Abnehm-Blickwinkel neugierig auf andere Frequenz-Ansätze ist, findet in meinem Bericht über Solfeggio Frequenzen eine weitere Variante, die ich getestet habe. Und ganz am Ende bleibt der Hinweis, den ich nie weglasse: Ich bin Sachbearbeiter mit einem ungewöhnlichen Hobby, kein Arzt und keine Ernährungsberatung — bei echten gesundheitlichen Anliegen gehört die Frage in professionelle Hände, nicht in meine Kopfhörer.